organic sustainability

ROBIN’S FOOD TRIFFT ETHIC MEAT

Foodblog Award 2015: Essen hat die Kraft die Welt zu verändern.

Essen hat die Kraft die Welt zu verändern

Je mehr ich mich mit unserer Ernährung beschäftige, desto bewusster wird mir, dass es beim Essen nicht ums “reine satt werden” geht. Essen ist eine Philosophie, eine Lebenseinstellung, ein Statement unserer Persönlichkeit. Lebensmittel haben die Kraft unseren Geist zurück in die Gegenwart zu holen und verschaffen uns so eine Verabredung mit dem Leben. Gemeinsam mit euch begebe ich mich auf eine Entdeckungsreise durch die Erlebniswelten ursprünglicher Lebensmittel, dessen Genuss länger anhält als unser Sättigungsgefühl. Wir werden uns Fragen stellen, die über die reine Zubereitung hinausgehen, denn Genuss entsteht im Kopf. Wir werden zusammen den Spaß an einer nachhaltigen Ernährung wiederentdecken.

Die Jagd nach dem besten Geschmack ist die Jagd nach den besten Zutaten

Für unseren natürlichen Geschmack verwenden wir die besten Zutaten. Doch wie findet man diese eigentlich? Eines ist klar; frisch und saisonal müssen sie sein. Doch nur wer die Geschichte der Zutaten in Erfahrung bringt, bekommt das Allerbeste auf den Tisch. Die Geschichte von unserem Essen beginnt beim natürlichen Anbau von Pflanzen, welche uns Menschen und unseren Nutztieren als Nahrung dienen. Schon hier entsteht das Rezept. Stellt euch einfach eine Kette vor: Der beste Boden ergibt die beste Pflanze; eine ursprüngliche Schweinerasse und natürliche Aufzucht erzeugt das beste Fleisch. Für ein nachwirkendes Erlebnis geht die Geschichte jedoch weiter. Es stellt sich die Frage: Wurden die Zutaten so verarbeitet, transportiert und gehandelt, dass alle Beteiligten zufrieden sein können? Was ist mit den Interessen der Bauern und den Auswirkungen auf die Umwelt, gehört das nicht auch zur Geschichte meiner Lebensmittel?

Ein Gericht, eine Botschaft

Fleisch_Kopie

Auf der Suche nach einer Botschaft bin ich auf ethisches Fleisch von EthicMeat gestoßen. Schon bei meiner Recherche war ich sehr neugierig, was es wohl mit ethischem Fleisch auf sich hat. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlt Fleisch einer ursprünglichen Schweinerasse zu essen. Ein Fleisch bei dem ich über die Nahrung der Tiere, die Haltung und selbst über den Transport alles erfahren kann. Überrascht war ich, als ich das Paket in Empfang nahm. Ich öffnete nicht herkömmliche Verpackungsmaterialien, sondern eine Holzkiste ausgelegt mit Stroh – mehr Natur geht nicht! Trotzdem war das Fleisch perfekt gekühlt und in einer Konsistenz, die ich von Schweinefleisch noch nicht kannte. Ich hätte wetten können es ist Rindfleisch.

Im Gespräch erfuhr ich, dass neben der Auswahl des Bunten Bentheimer Schweines insbesondere die Aufzucht beim Bauer der Grund für diese außergewöhnliche Qualität ist. Das Fleisch gelangte direkt ohne Umwege vom Bauern auf meinen Tisch. Dabei habe ich erfahren wie wichtig es ist eine persönliche Verbindung zur Geschichte der Zutaten aufzubauen. Unglaublich welche Leidenschaft entsteht wenn eine Zutat einen eigenen Charakter entwickelt, mit dem man sich identifiziert. Das bestimmt den wahren Genuss. Es ist atemberaubend wie faszinierend Essen sein kann, wenn man Einblicke bekommt die einem sonst verwehrt bleiben. So kann sich der Genuss entfalten, durch Vertrauen, Verbundenheit und wahre Natürlichkeit.

Kochen, wo das Kochen begann

Naturbild_klein


Inspiriert vom Gedanken des ursprünglichen Geschmacks kam natürlich nur ein Ort für unser Erlebnis in Frage: Die Natur. Allein die Anreise zur Kochstelle steigerte schon die Vorfreude auf das Kommende: Kochen auf den Bergen Thüringens, im grünen Herzen Deutschlands, direkt über den Dächern der Universitätsstadt Jena. Eine interessante Verbindung von Tradition und Moderne belebte unsere Kreativität. Als Naturküche diente uns eine alte Wassertränke, welche uns ein Bauer gern für unser Vorhaben zur Verfügung gestellt hat. Sie war perfekt geeignet, um Omas altes Schneidebrett sowie unsere Gaspfanne aufzunehmen. Wir atmeten tief ein und genossen den Anblick.

Schlichtheit ist Eleganz

Zubereitung

Wenige Zutaten, wenige Gewürze. Klingt langweilig? Nicht für einen eindeutig puren Geschmack. Wir verzichten bewusst auf einen Geschmack, der durch Würze oder das Zusammenspiel einer Vielzahl von Zutaten entsteht. Die Idee ist, im Einklang mit der Natur jede einzelne Zutat als Geschmacksträger für sich wirken zu lassen. So kann jede Komponente ihre eigene Geschichte erzählen. Ich war völlig begeistert, wie man aus wenigen und dafür guten Elementen ein derartiges geschmackliches Erlebnis kreieren kann. Das beste Fleisch, die besten Pilze und die besten Kräuter direkt aus dem Garten

inmitten der Natur zubereitet. Ein Feuerwerk der Sinne, ein längst vergessen geglaubter Geschmack wie vor hunderten von Jahren, welcher mir beim Schreiben dieser Zeilen noch einmal auf der Zunge liegt.

Fertiges_essen_be_Klein

Fertiges_essen_be_Klein
Nackensteaks auf Pfifferlingen

Für 3 Personen
Vorbereitung: 10 Minuten
Zubereitung: 10 Minuten

Zutaten

  • 3 EthicMeat Nackensteaks
  • 500g Pfifferlinge
  • 2 Große Rote Zwiebeln
  • 400g Rucola
  • 1 Bund Blattpetersilie
  • 1 Rote Chilischote
  • 1 Gelbe Chilischote
  • Kein Salz sondern 80g zerlassenen Speck
  • Ein prise Pfeffer

Zubereitung

1. Die Pfanne kräftig erhitzen.

2. Ein großes Stück Speck, ca. 80g in der Pfanne zergehen lassen. Der Speck dient als Würze und ihr benötigt kein extra Salz.

3. Zwei grob geschnittene Zwiebeln und je eine gelbe und eine rote Chilischote geschnitten in die Pfanne geben.

4. Schneidet die Pfifferlinge sehr grob, damit sie schön saftig bleiben. Es reicht, wenn ihr die Größten halbiert und die Kleinen ungeschnitten in die Pfanne gebt.

5. Lasst alles zusammen kurz anbraten. Danach macht ihr die Pfanne frei für das Fleisch.

6. Als nächstes legt ihr die Steaks in die Pfanne. Diese lasst ihr von jeder Seite 4 bis 6 Minuten scharf anbraten. Das ist ein wenig abhängig von der Hitze, welche euch zur Verfügung steht. Achtet auf eine schöne Kruste. Ob euer Fleisch durch ist, könnt ihr durch einen Drucktest herausfinden. Wenn das Fleisch beim drücken leicht nachfedert, ist es genau richtig. Wichtig: nicht anstechen oder anschneiden, sodass der Fleischsaft im Fleisch bleibt.

7. Ihr könnt die Pfanne ausschalten und die Petersilie grob gezupft hinzugeben.

8. Legt das Fleisch und die Pfifferlinge auf eine Hand voll Rucolablätter.

9. Wenn Ihr mögt, könnt ihr das Ganze mit etwas Petersilie und einer Prise Pfeffer garnieren.

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